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Jesus wollte, dass die Gläubigen "alle eins seien"...
Gemeinsam auf dem Weg Ökumenische Woche/Tage Dornberg Herbst
Die Ökumenische Woche oder ökumenische Tage im Herbst bestehen seit 1996 in Zusammenarbeit mit allen evangelischen und katholischen Gemeinden Dornbergs. In jedem Jahr bieten sie die Möglichkeit, mit Nachbarn zu den interessanten Veranstaltungen zu kommen, sich zu informieren, Gedanken auszutauschen und zusammen zu beten.Themen sind aktuelle Fragen des Lebens, der Gesellschaft aus christlicher Sicht. Kontakt: Pfarrer und Pfarrerin der ev. und kath. Gemeinden
Über die Bibel im Gespräch - ökumenische Kreise Darüber hinaus treffen sich das ganze Jahr über ökumenische Kreise zu Fragen des Glaubenslebens und der Bibel. Näheres finden Sie unter: Ökumenische Bibelkreise
Was noch im Rahmen der ökumenischen Arbeit geschieht...:
Ökumenisches Konveniat Regelmäßig treffen sich die Pfarrer, Pfarrerinnen und hauptamtliche Mitarbeiter der beteiligten Gemeinden zum Gebet, Austausch und Beratung aktueller Themen. Ökumenebeauftrager der Hl. Geist Gemeinde ist Dr. Bernard Winkelmann, E-mail: bernard.winkelmann@uni-bielefeld.de a) Er hält im Namen des Pfarrgemeinderates den Kontakt zu den ev. Schwestergemeinden. b) In der Erzdiözese ist er berufenes Mitglied der
Ökumenekommission. Diese berät den Erzbischof in ökumenischen Fragen. Ökumenische Gottesdienste - Ökumenische Gebete beim Dornberger Lebensmittelkorb jede Woche freitags zu Beginn der Tätigkeiten im Dienste bedürftiger Menschen laden wir Mitarbeiter und Abholende zu einem gemeinsamen Gebet um 11.00 Uhr ein - Fastenzeit- Ökumenischer Jugendkreuzweg in der Stadt Gemeinsamer Beginn des Karfreitagsgottesdienstes mit den ev. Christen in der Markuskirche Hoberge-Uerentrup; anschl. Aussendung der katholischen Gemeinde zum Gehen des Kreuzweges zum Jostberg. - Pfingstmontag - Ökumenischer Gottesdienst auf dem Klosterplatz - Sommer - Lernanfängergottesdienste mit den Schulen Babenhausen; Wellensiek, Hoberge, Schröttinghausen und Kirchdornberg
- Herbst - Abschlussgottesdienst der ökumenischen Woche bzw. Tage - Advents-/ Weihnachtsgottesdienste mit den Schulen Babenhausen, Wellensiek, Hoberge, Kirchdornberg und Leineweberschule
Im Bezirk Dornberg Andere Gelegenheiten entstanden oder entstehen immer wieder neu durch: - Feste der Feuerwehr - 150 Jahre Amt Dornberg - 70 Jahre Gottesdienst im Wellensiek - Ökumenisches Friedensgebet in Hl. Geist oder in anderen evangelischen Gemeinden - Trauungen/ Jubelhochzeiten Kirchenführungen werden für interessierte Gruppen, z. B. Schulklassen, Konfirmanden und Katechumengruppen, nach Absprache organisiert. Kontakt: M. Grunenberg, Tel. 0521/109622, E-mail: gemeindereferentin@hgbi.de oder Pfarrbüro: Tel. 0521/101643, E-mail: pfarrbuero@hgbi.de Projekt: Spurensuche Ein Projekt des Kirchenkreises und der katholischen Kirche in Bielefeld: Entdecken christlicher Spuren in Bielefeld – Wie ist dies am Bau unserer Kirchen zu sehen? Kontakt: Kirchenkreis Bielefeld: Frau Hülsenbeck, Tel. 0521/58 37 -170 Dekanat Bielefeld-Lippe: Frau Fleischmann, Tel. 0521/ 32 94 52-0 Mappen sind in den Pfarreien vorhanden, die sich am Projekt beteiligt haben: kath. Hl. Geist Gemeinde; ev. Arche-Noah- Kirche Schröttinghausen, Peterskirche Kirchdornberg.Gebet um die Einheit Herr Jesus Christus, du hast gebetet: Lass alle eins sein, wie du, Vater, in mir bist, und ich in dir. Wir bitten dich um die Einheit deiner Kirche. Zerbrich die Mauern, die uns trennen. Stärke, was uns eint, und überwinde, was uns trennt. Gib uns, dass wir die Wege zueinander suchen. Führe den Tag herauf, an dem wir dich loben und preisen können in der Gemeinschaft aller Gläubigen. Amen. Wie sehr die Ökumene voran gekommen ist Bevor die Glocken der Pfarrei Heilig Geist gegossen wurden, hat man sie mit denen der evangelischen Nachbargemeinden abgestimmt, so daß sie sich nicht mit ihnen im Klang „beißen“. Über solch eine Frage denken zwar vermutlich wenige nach, dennoch ist allein diese Absprache so etwas wie ein winziger Baustein der sogenannten „Ökumene“. Von allen Kirchtürmen Dornbergs läutet es mittags um 12.00 Uhr zu einem Gebet, in der katholischen Kirche wird es nach seinen Anfangsworten „Engel des Herrn“ genannt. An vielen Stellen kann man die Geläute dann gleichzeitig hören – und es kommt kein Mißklang auf. Statt dessen ist die ,ökumenische’ Glockentonwahl wohltuend für die Ohren. Und über die Glocken hinaus: Die Menschen spüren, dass die Zusammenarbeit der Kirchen tut den Herzen und dem Glauben der Menschen in Dornberg gut tut. Was ältere Menschen erzählen, können heutige Jugendliche kaum noch verstehen: In manchen Gegenden war es üblich, daß sich die Kinder der einen Konfession fast völlig von den Kindern anderer Konfessionen abgrenzten. Oft verbot man ihnen, die jeweils andere Kirche zu betreten, an einigen Stellen wurden sie sogar erzogen, die Straßenseite zu wechseln, wenn jemand aus der anderen Kirche vorbeikam. Gar nicht selten kam es auch zu Raufereien. Wenn die eine Konfession einen Festtagbeging, den die andereKonfession nicht auch feierte, fuhren die Bauern der andern Konfession mit besonderer Vorliebe ihren Mist aus. Und die Schritte waren riesig: Wie demütigend war es über Jahrhunderte gewesen, wenn jemand seine Konfession wechselte! ,Vorsichtshalber’ wurden viele neu getauft, als ob die andere Kirche gar nicht richtig christlich gewesen sei. Sodann der viele Kummer, der früher bei der Heirat entstand! Gemeinsame Trauungen gab es nicht; wenn aber z. B. ein Katholik in der evangelischen Kirche heiratete, galt seine Trauung nicht, er lebte gewissermaßen in ungültiger Ehe und sollte deshalb nicht zur Kommunion gehen. Gott sei Dank sind die großen christlichen Konfessionen seit Jahrzehnten in solchen Fragen viel weiter gekommen. Verschiedene Weisen der Eheschließung sind möglich, die alle gegenseitig anerkannt werden. Ganz sind die Spuren solcher Vergangenheit aber auch heute noch nicht aus den Köpfen der Menschen getilgt. Immer mal wieder melden sich alte Ehepaare, denen leider noch nie jemand gesagt hat, daß sie ihre vor den neuen ökumenischen Einigungen geschlossenen Ehen auch rückwirkend anerkennen lassen konnten – und die sich deshalb bis heute von den Kirchen getrennt fühlen. Undenkbar waren über Jahrhunderte auch gemeinsame Gottesdienste. Völlig selbstverständlich sind statt dessen inzwischen solche ökumenischen Feiern bei Schulbeginn, Vereinsjubiläen, bei Stadtfesten… Besonders in Streitfragen der deutschen Politik wählen die Konfessionen heute in vielen Fällenden Weg gemeinsamer Stellungnahmen. Denn meistens sind die Anliegen beider großen Kirchen fast identisch, und sie lassen sich eher gemeinsam durchsetzen angesichts der Versuchung in Politik und Wirtschaft, ohne die christliche Menschenachtung „erfolgreich“ zu sein .Auch hier ließe sich die Reihe der Beispiele beliebig verlängern. Das wichtigste aber geschieht nicht in den Kirchenleitungen, sondern in den Gemeinden und zwischen einzelnen Christen. Am meisten leisten eindeutig die Ehen und Familien tägliche Ökumene, die besser ,konfessionsverbindend’ als ,konfessionsverschieden’ genannt werden sollten. Ganz selbstverständlich ist inzwischen, daß in jedem Gottesdienst – ob in einer evangelischen oder einer katholischen Kirche – recht viele Christen anderer Konfessionen mitfeiern. Der Weltgebetstag führt seit Jahrzehnten besonders Frauen zum gemeinsamen Gebet zusammen. Was geschieht nun konkret in Dornberg im Miteinander der Pfarrei Heilig Geist und der fünf evangelischen Pfarreien, welche sich auf dem gleichen Gebiet befinden? Zunächst: Wichtig ist die persönliche Achtung der Pfarrer bzw. Pfarrerinnen untereinander. In Dornberg besprechen sich die katholischen und evangelischen Seelsorger ganz regelmäßig. Sodann: Die Pfarreien begehen seit vielen Jahren jährlich eine gemeinsame „ökumenische Woche“ bzw. "ökumenische Tage", sind dabei in allen Kirchen und Gemeindehäusern abwechselnd zu Gast und erfahren in Wort und Werk, daß sie viel mehr verbindet als trennt. Zwei ökumenische Gesprächskreise treffen sich regelmäßig und sprechen über Bibel und Glauben. Kleine Aktionen - wie die gemeinsame Fahrt in das Zentrum der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé während der Herbstferien erweitern den ökumenischen Horizont. Und seit 2002 nun gibt es auch das ökumenische Projekt des „Dornberger Lebensmittelkorbes". In dieser sozialen Hilfe sind knapp vierzig ehrenamtliche Helfer beider Konfessionen so einmütig tätig, daß man gar nicht verstehen kann, wie schwer ein solches gemeinsames Projekt noch vor Jahren gewesen wäre. Genau diese tätige Ökumene ist es, was die Menschen brauchen. Denn die verteilten Lebensmittel sind ja auch für Menschen anderer Religionen oder ohne Glauben da. Gemeinsam fuhren Christen auf den ökumenischen deutschen Kirchentag im 2003 in Berlin und beteiligten sich am ökumenischen Bielefelder Kirchentag im Jahr 2004. Doch: Wie viel auch schon geschehen ist, noch lange ist die Ökumene nicht am Ziel. Spürbar wird das vor allem daran, daß gemeinsames Abendmahl und gemeinsame Kommunion noch nicht möglich sind. Es gibt noch manches Glaubensgut, das Christen der einen Konfession sehr kostbar ist, zu dem bei der anderen Konfession aber offensichtlich noch nicht genügend Verständnis gewachsen ist. Aber Jesus betete: „Vater, alle sollen eins seien, damit die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast.“(Joh 17, 23) Schon um seinetwillen müssen alle weiter um Einigungen ringen – praktisch und wie Jesus im Gebet. Denn bis heute zeigen gerade Menschen, die sich neu taufen lassen wollen, oder Christen, die sich nach langer kirchlicher Distanz neu bekehren, daß die Gespaltenheit der Kirchen immer noch unverständlich und verunsichernd bleibt. Denn sie stellen genau jene Fragen, die sich viele seit Kindesbeinen in ihrer Konfession Verwurzelte sonst verkneifen: ,Wo soll ich denn Christ werden, wenn ich mich taufen lasse? Welche Konfession bewahrt mehr von dem Willen Jesu? Gibt es eine „wahre“ Kirche unter diesen vielen?…’ Deshalb: So groß die Fortschritte und so gut die konkreten Erfahrungen der Ökumene hier in Dornberg sind – alle müssen „um Gottes willen“ weiter für die Einheit arbeiten und beten. |
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