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CANT'ELLA kommt zum Mittsommer-NotturnoAls nächstes: C A N T 'E L L A Mittsommer-Notturno am Samstag 19. 06. 2010 20:30 (mehr in Kürze) Das Konzert für Oboe und Orgel mit Martina Buchholz-Suzuki, Oboe Christof Pülsch an der Klais Orgel von Heilig Geist am Sonntag, den 7. Februar 2010 - 17 Uhr in der Heilig Geist-Kirche - Spandauer Allee 48 33619 Bielefeld fand ausgezeichnete Aufnahme durch unser Publikum und hat auch dem Kritiker der Neuen Westfälischen Zeitung gut gefallen:
Lokale Kultur
Auf dem Programm standen:Einnehmender Bogenschlag Musik für Oboe und Orgel in Heilig Geist VON MICHAEL BEUGHOLD Bielefeld-Dornberg. Die Oboe ist dank Albrecht Mayer derzeit so populär wie nie; seine Ohrenschmeichler-Arrangements von klassischen Werken rangieren auf den Bestsellerlisten ganz vorn. Das Instrument kommt aber auch anders, authentischer bestückt, gut an. So wie bei einer Konzertstunde in der Heilig-Geist-Kirche, wo die Bielefelder Musiker Martina Buchholz-Suzuki und Christof Pülsch (Orgel) mit ausgesuchter, auch anspruchsvoller Oboen-Literatur einen Bogenschlag vom Barock bis in die Moderne und zurück vollzogen. Das (für den Rezensenten nach Werk und Wiedergabe herausragende) Lob des Originals sang gleich eingangs eine Fantasie f-Moll von Johann Ludwig Krebs, dem Lieblingsschüler Bachs. Das ernste, melodisch dicht und weit gespannte Fundstück wurde von klangreicher Tongebung und vorbildlicher Phrasierung erfüllt und in nicht auslassender Weiträumigkeit entfaltet. Telemanns Wahlspruch lautete „Gib jedem Instrument das, was es leyden kann“. Seine Fantasie C-Dur bietet in diesem Sinne ausgepichtes Solo-Futter für die Traversflöte; selbst beste Oboen-Technik lässt da viele extrem weite Intervallsprünge angeschliffen-schwergängig klingen. Erst im fließenderen Schluss-Allegro wich der Etüden-Charakter entspanntem Barockmusizieren. Dies war beim Beschluss mit Händels F-Dur-Sonate op. 1/5 gänzlich anders, wenn feierliche „Adagio“-Sanglichkeit, hochgemuter Battaglia-Schwung und höfischer Tanzsinn die moderne Oboe von ihrer schönsten barocken Seite zeigten. Ebenfalls ein Hörgenuss war die von Josef Gabriel Rheinberger nach dem langsamen Satz einer seiner Orgelsonaten eingerichtete Rhapsodie Des-Dur (1881) – erst als ein geschmeidig-kantables romantisches Pendant zur Krebs-Fantasie, dann auch entrückt beschwingter. Und Hermann Schroeders Sonate für Oboe und Orgel (1978) hatte gar keine wohlwollende Vorwarnung nötig. Sie spricht als hochstehende „Gebrauchsmusik“ im Sinne (und auch in der tonalen Sprache) Hindemiths unmittelbar an und besitzt bei aller Quarten-Herbheit durchaus klangsinnliche melodische Qualitäten. Entwaffnende Spielfreude Martina Buchholz-Suzuki und ihr Orgelbegleiter schenkten dem konzisen Dreisätzer überlegene Zuwendung und im Vivo scherzando entwaffnende Spielfreude. Zionskantor Christof Pülsch füllte die durchdachte Konzertstunde noch mit zwei Orgel-Stücken auf. In Bachs „Pièce d'orgue“ G-Dur (BWV 572) reizte er den Kontrast zwischen Manual- und Pedaltönen bis an die Klanggrenzen der Klais-Orgel aus, so dass die dreiteilige Fantasie über Skalen und Gegenläufigkeiten im toccatischen, Durezza- sowie Lamentobass-Stil als grandios-wuchtige Ausnahmemusik vor Ohren trat. Mozarts Andante F-Dur KV 616 erfüllte der Orgelmusiker nicht nur mit dem nötigen, ganz unmechanischen Spieluhren-Charme, sondern ließ in den dynamischen Wertungen des Rondo-Themas auch bemerkenswert individuelle Intimität hören. Herzlicher Beifall. © 2010 Neue Westfälische Bielefelder Tageblatt (MW), Dienstag 09. Februar 2010
Eintritt frei Fragen an den Veranstalter, foevkimu@hgbi.de Das waren die Orgelfesttage 2009 Beim zweiten Konzert der Orgel-Fest-Tage erwartete die gespannte Zuhörerschaft mit Bruder Andreas Warler SDS (Kloster Steinfeld) einen Stammgast an der Klaisorgel. Auch er hatte Johann Sebastian Bach im Gepäck. Damit und vor allem mit dessen zeitgenössischem Kongenius Georg Friedrich Händel wusste der Organist aus der Eifel zu begeistern. ![]() Die Orgelbearbeitung des "Halleluja" aus dem Oratorium "Der Messias" war für viele wohl der Höhepunkt des Konzerts. Das vielgehörte Werk erhielt eine nicht für möglich gehaltene neue Wendung. Nach den Orgelvariationen in D-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy kam Warler dann zur Sache und improvisierte frei zum Lobe Gottes wie zum Dank für 10 Jahre Klaisorgel. "Nun danket alle Gott" war eines der Leitmotive, die von den Zuhörern mit viel Begeisterung wiedererkannt werden konnten. Warlers besondere Klasse besteht ganz ohne Zweifel in der Vielschichtigkeit seiner Improvisationen, wenn er mit zwei und mehr sehr verschiedlichen Themen einen akustischen roten Faden spinnt. So hatte er bereits zum Abschluss des Vorabendgottesdienstes am Samstag, den 3. Oktober überraschend das Haydnsche Thema aus dem sog. "Kaiserquartett" zitiert. Da macht ein Wiederhören mit dem "Chef" der König-Orgel Freude! -> König Orgel Freunde des social Networkings im Internet können sich übrigens mit Andreas Warler auf facebook vernetzen. -> Warlers facebook Kontakt Sein weiterer Konzertplan 2009/10 steht natürlich auch online. -> Konzerte mit Bruder Andreas Bereits eine Woche zuvor musizierte Christoph Grohmann mit „Bach und seine Schule" zum Auftakt der Orgelfesttage. Die trotz Bundestags-Wahl und Superwetter zahlreich erschienenen Hörerinnen und Hörer bekamen zu den Werken von Johann Sebastian Bach, Adolf Friedrich Hesse, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Christian Kittel kenntnisreiche und unterhaltsam vorgetragene Erklärungen. Dazu kamen Orgelimprovisationen, die der Organist aus eingangs zugerufenen Gotteslob-Nummern sozusagen "live erschuf". Es fällt schwer, die blitzsaubere Spieltechnik, präzises Timing für den angemessenen Ausdruck und das perfekte Klangtuning der Registrierung von Christoph Grohmann in Worte zu fassen. Es passt alles so schön, man muss es selber hören und mitnehmen als Bereicherung der eigenen Klangbibliothek im Kopf. -> Christoph Grohmann Wiederhören können Sie ihn Montag, den 02. November 2009 um 19.30 Uhr in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche mit Werken für Orgel & Orchester im Rahmen der 15. Bielefelder Konzerttage (Sa, 31.10.2009, bis So, 8.11.2009). -> Bielefelder Konzerttage Zu Beginn des Konzerts hatte Georg Faulhaber für den Förderverein Kirchenmusik in Heilig Geist e. V. auf den Abschluss des Baus der Klais-Orgel vor 10 Jahren hingewiesen und die rege Anteilnahme der Gemeinde am Spendenaufkommen zur Finanzierung nochmals lobend hervorgehoben. -> Förderverein Christoph Grohmann, der erste Künstler in der dreiteiligen Festreihe ging mit leicht verständlichen Lobesworten auf die musikalisch technischen Eigenschaften der Orgel ein. Fazit: eine Prinzessin der Instrumente, die mit ihren 18 klingenden Registern ein Höchstmaß an stilistischer Klangbildung ermöglicht. -> Orgel Unsere Festreihe schließt mit dem Konzert von Kathrin Maetzel am 11. Oktober 2009. Und als hätten die drei Organisten sich abgesprochen, stehen auch bei ihr Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy auf der Liste. Die gebürtige Bielefelderin bringt aus ihrer Wahlheimat Lübeck aber selbstverständlich Dietrich Buxtehude mit, dazu Werke von Théodore Salomé, dem Organist des 19. Jahrhunderts an der Pariser Chororgel Cavaillé-Colls in La Trinité und dem letzten großen Impressionisten Olivier Messiaen. Alle drei Konzertorganisten sind unserer Gemeinde und dem Instrument von Beginn an besonders verbunden. Sie waren entweder bereits am Weihetag, den 26. September 1999 anwesend oder haben danach bereits bei uns mehrere Konzerte gespielt. Es ist ihnen ohne Frage ein ganz besonderes Anliegen für uns zu spielen und uns eine ganz besondere Freude sie bei uns zu haben! Bei uns war auch... Tomasz Adam Nowak (Münster/Detmold) am Sonntag, 15. Februar 2009, 17 Uhr Der stille Diener Ihrer Majestät der Orgel Tomasz Adam Nowak an der Klais-Orgel in Dornberg
Still und freundlich kam der Organist Tomas Adam Nowak mit dem Zug von Münster nach Dornberg, um am vergangenen Sonntag auf den 18 Registern der Klais-Orgel in der Heilig Geist-Kirche französische Großmeister zu intonieren.
In der Eröffnung mit Marcel Duprés Bearbeitung von J. S. Bachs Sinfonia aus der Kantate „Wir danken dir, Gott“ BWV 29 zeigte der Organist der Markt- und Stadtkirche St. Lamberti seine technische Klasse gleich von Beginn an in den langen Sechszehntelläufen, die sehr rasant, vor allem aber mit unerschütterlicher Präzision im Tempo daherkamen; dabei auch mit vollendetem musikalischem Ausdruck.
Mit dieser Synthese von technischer Perfektion und Musikalität ging es weiter zu Charles Marie Widors 5. Orgelsymphonie f-Moll, op. 42,1. Nie schien den Zuhörern die Zeit bis zum dritten Satz, der populären „Toccata“, so kurzweilig interpretiert wie hier mit dem in vielen Wettbewerben ausgezeichneten Organisten Nowak. Mit sinfonischem Gestus und ausgezeichneter Registerauswahl entstand der plastische Eindruck orchestralen Musizierens, als wären da dutzende Musizierende am Werk.
Mit italienischem Spielwitz führte Tomasz Adam Nowak Vincenzo Antonio Petralis „Missa solenne, Versetti per il Gloria“ auf, eine Musik im Operngestus, wie sie nur in Italien die Weihen als Messmusik erlangen konnte. Grandios war die Leichtigkeit der Spielfiguren unter Nowaks Händen, die alle technischen Belange, die dafür unabdingbar sind, vergessen machte.
Dasselbe sollte für Edward Elgars
„Pomp and Circumstance“ op. 39 gelten, dessen Beginn in
ungeschlachtem Marschtempo manchen Interpreten schon zum Verhängnis
geworden ist, bevor sie das rettende Ufer des Hymnus „Land of Hope
and Glory“ erreicht hatten. Hier musste der Professor für
künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Detmold alle
Register ziehen, unterstützt von einem seiner Schüler, der in den
auf- und abwallenden Crescendi viel zu tun hatte.
Entgegen der üblichen Bitte des einladenden Fördervereins für Kirchenmusik in Heilig Geist, es möge erst zum Ende applaudiert werden, brach spontaner Beifall los ob dieser grandiosen Elgar-Interpretation. Dabei folgte noch ein Höhepunkt, den der im Fach Orgelimprovisation lehrende Nowak anhand dreier gegebener Karnevalsmotive improvisierte: Es erklangen „Bolle“, „Der treue Husar“ und „Wir sind alle kleine Sünderlein“, nacheinander je mit charakterisierenden thematischen Durchführungen, schließend in einer thematischen Engführung alle drei Themen in einer grandiosen Coda, die das Dornberger Publikum zu spontanen Standing-Ovations von den Bänken riss - ein seltenes Bild hier, auch an Karneval.
Mit einer humoresken Miniatur über „Großer Gott wir loben dich“ die spieluhrenhaft verklang, empfahl sich der Organist unter sehr herzlichem Beifall für weitere Konzerte in dieser Gemeinde. PROGRAMM
Tomasz Adam Nowak wurde 1962 in Warschau geboren. Zunächst studierte er an der Frédéric-Chopin-Hochschule seiner Heimatstadt, danach in München, Paris und Amsterdam. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe, u. a. Sieger im Haarlemer Improvisationswettbewerb. Konzerte, Rundfunk- und Tonträgeraufnahmen führen ihn nach Europa und Übersee. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind das Orgelwerk J. S. Bachs (das er mehrmals komplett aufgeführt und aufgenommen hat), die Werke Max Regers, die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie die Kunst der Improvisation. Nowak ist Professor für Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik Detmold und Organist der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti in Münster. Die Leitung von Meisterkursen in Europa und den USA, die Tätigkeit als Juror bei internationalen Wettbewerben und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Sinfonieorchestern im In- und Ausland sowie die Künstlerische Leitung des Internationalen Orgelfestivals Westfalen-Lippe runden sein Wirken ab. Am Sonntag, den 16. November 2008, war bei uns das Vokalquartett Ars Cantandi Bielefeld
und Eberhard Brünger, Orgel Chor- und Orgelmusik zum Ende des Kirchenjahres. Mit Werken von Altnikol, Krebs, Brahms, Poulenc, Copland und Walter Kraft. Konzertkritik: ![]() Foto: Joachim Müller, Bielefeld Ars Cantandi sind: Ulrike Westenfelder, Sopran Annagret Frommhold, Alt Daniel Debrow,Tenor Johannes Geßner, Bass Programm Gioacchino Rossini: Ave Maria (1792-1868)
Francis Poulenc: Salve Regina (1899-1963)
Johannes Brahms: „Herzlich tut mich verlangen“ aus op.122,1 (1833-1897)
Johann Christoph Altnikol: Motette „Befiehl du deine Wege“ (1719-1759)
Johann Ludwig Krebs: Fantasie über „Freu dich sehr, o meine Seele“ (1713-1780)
Aaron Copland: Four Motets: (1900-1990) 1.Help Us , O Lord 2.Thou, O Jehova, Abideth Forever 3.Have Mercy on Us, O My Lord 4.Sing Ye Praises To Our King
Walter Kraft: Totentanz (1905-1977)
Zoltán Kodály: Psalm 114 (1882-1967) Informationen zu den Ausführenden Künstlern:
DAS VOKALQUARTETT ARS CANTANDI
Das Vokalquartett „Ars Cantandi“ wurde im Herbst 2005 mit dem Ziel gegründet, ausgefallene und anspruchsvolle Werke der Vokalliteratur aufzuführen. Die Mitglieder sind alle studierte Musiker und arbeiten im Bereich Kirchenmusik und Schulmusik.
Im Jahr 2007 wirkte das Quartett bei der Bielefelder Uraufführung der Auftragskomposition „Und leite mich auf ewigem Wege“ der Komponistin und Kantorin Anna Ikramova aus Troisdorf bei Bonn mit. Dieses zum Jubiläum „350 Jahre Reformierte Gemeinde Bielefeld“ eigens komponierte Werk wurde großzügig vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen durch den Landesmusikrat NRW gefördert. Die Aufführung erlangte überregionale Beachtung in der Presse.
Derzeit plant das Quartett eine größere Konzertreise ins europäische Ausland im kommenden Jahr. EBERHARD BRÜNGER, ORGEL
Eberhard Brünger wurde 1939 in Schweicheln bei Herford (Westfalen) geboren. Von 1959-1966 studierte er Schulmusik, Germanistik, Klassische Philologie, Philosophie und Musikwissenschaft in Köln, Detmold, Freiburg und Münster; Cembalo bei Fritz Neumeyer; Kirchenmusik bei Wilhelm Ehmann in Herford.
Mehr als dreissig Jahre war er mit den Fächern Musik und Latein am Gymnasium in Bielefeld-Sennestadt tätig, sowie als Kantor und Organist an den evangelischen und katholischen Kirchen in Sennestadt. 1980 folgte das A-Examen und die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor.
Von 1980 bis 1982 war Eberhard Brünger Dozent an der Kirchenmusikschule Herford. 1999 erfolgte nach der Pensionierung der Umzug nach Freistatt (Niedersachsen).
Seine berufliche Tätigkeit war vor allem geprägt durch die intensive Arbeit mit vier Chören, etwa 12-15 Kirchenkonzerten pro Jahr und die Beschäftigung mit Alter Musik und historischen Tasteninstrumenten.
Eberhard Brünger geht heute einer regen Konzerttätigkeit (Orgel, Cembalo, Clavichord, historisches Tafelklavier) in ganz Deutschland nach, u. a. jedes Jahre im Rahmen des Brandenburgischen Dorfkirchensommers.
Zusammen mit Sabine Bleier, Flöte (Hannover) und Franziska Grehling, Oboe (Celle) widmet Eberhard Brünger sich der Kammermusik für Triobesetzung. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Organist in der Freistätter Kirche tätig und veranstaltet literarische Abende. Sonntag, 7. September 2008, 17.00 Uhr Orgelkonzert mit Christoph Grohmann an der Klais-Orgel der Heilig Geist-Kirche Bielefeld-Dornberg
Johann Sebastian Bach (1685-1750) Praeludium und Fuge C-Dur (BWV 566)
Christoph Grohmann (geb. 1955) Frei improvisierte Choralpartita über einen gegebenen Choral
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) Sonata D-Dur (Wq 70/5) Allegro di molto – Adagio e mesto – Allegro
Christoph Grohmann Zwei frei improvisierte Vorspiele über gegebene Choräle
Samuel Rousseau (1853-1904) Mélodie et Canon (1896)
Louis Vierne(1870-1939) Aus „24 Pièces en style libre” op. 31:Lied Scherzetto
Marco Enrico Bossi (1861-1925) Aus „10 Composizioni per Organo“ op. 118: Toccata di Concerto An der Klais-Orgel: Christoph Grohmann (Rheda-Wiedenbrück)
... geboren 1955 in Bielefeld, studierte 1974-80 bei Helmut Tramnitz an der Hochschule für Musik in Detmold (Kirchenmusik-A- und Konzertexamen Orgel) und nahm 1979 und 1980 an Orgel-Meisterkursen bei Flor Peeters in Mecheln/Belgien teil.
Seit 1989 arbeitet er außerdem
freiberuflich als Orgeldozent und schuf sich ein internationales
Renommee als Konzertorganist sowie durch Rundfunk-Aufnahmen. Seit 1988 gehört er dem Präsidium der internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde (GDO) an.
Wer Christoph Grohmann in einem ganz anderen Metier kennenlernen möchte, muss zum Tanner Musiksommer in die Rhön fahren, wo er am kommenden Samstag, 16. August 2008 als Klavierbegleiter der berühmten Vokalgruppe "Drops" auftritt (mehr... )
Und noch davor gab es bei uns... "Per Flauto senza Basso" Am Sonntag, 20. April, 17.00 Uhr, Blockflötenkonzert mit Frank Oberschelp, Bielefeld. "Achtung: Wer Frank Oberschelp live hört, muss ernsthaft mit dem Verlust seiner Vorurteile über Blockflötenmusik rechnen!" Und so war es dann auch - das Westfalenblatt berichtete am 23. April 2008 (klick auf die Grafik).
Frank Oberschelp- Bockflöte Frank Oberschelp wurde in Münster geboren. Nachdem er 1987 den ersten Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" gewann, studierte er seit 1989 Blockflöte bei Heiko ter Schegget, Baldrick Deerenberg und Marion Verbruggen am Conservatorium Utrecht. Frank Oberschelp legte dort 1994 das Docerend- Musicusexamen und 1995 das Konzertexamen mit Auszeichnung ab. 1998 wurde gewann er den Solowettbewerb des „Internationalen Blockflöten- symposions Calw“. Frank Oberschelp konzertierte mit verschiedenen Ensembles in Deutschland, Tschechien, Rußland, Österreich, Portugal und den Niederlanden. Seit 1999 leitet er den Fachbereich Blockflöte an der Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld. Programm: - Ballata Per tropo fede - Italien 14. Jh. Saltarello - Ballata Amor mi fa cantar al la Francesca Saltarello - Fantasie en Echo - Jacob van Eyck 1590- 1657 - Blydschap van min vliedt - Engels Nachtegaeltje
- Der Besucher der Idylle - Isang Yun 1917- 1995 aus Chinesische Bilder
- Preludes aus „L’art de Preludèr - Jacques Hotteterre 1674- 1763 Modere/ Gay Tendrement/ Gay
- Passacaille - Jean-Fery Rébel 1666-1747 - Les Folies d’Espagne - Marin Marais 1656-1728
- Der Affenspieler - Isang Yun
- Partita c-moll - Johann Sebastian Bach 1685- 1750 Allemande Corrente Sarabande Bouree anglaise
Am Sonntag, 27. Januar 2008 um 17.00 Uhr, haben wir Musik für Oboe und Streicher mit Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters der Stadt Bielefeld erlebt. Im Programm: - Jan Wanhal (1739-1813) Quartett Opus 7 Nr.6 für Oboe, Violine, Viola und Violoncello Allegro - Andante - Menuetto - Presto - Ferdinand Ries (1784-1838) Streichtrio WoO 70 Nr.1 Es-Dur Allegro moderato - Menuetto, Allegro - Adagio cantabile - Finale, Allegro - Wolfgang Amadeus Mozart Quartett KV 370 für Oboe, Violine, Viola und Violoncello Allegro - Adagio - Rondo, Allegro Die Ausführenden:
- Thomas Bogdan, Oboe - Irmela Barthel, Violine - Nikolaus Vulpe, Viola - Imke Wilden, Violoncello Thomas Bogdan studierte an der Folkwanghochschule in Essen, sowie an der Hochschule in Detmold und ist seit 1985 bei den Bielefelder Philharmonikern als stellvertretender Solooboist engagiert.
Ebenfalls seit 1985 spielt Irmela Barthel als erste Geigerin in Bielefeld. Nach ihrem Studium in Leipzig war sie zunächst bei der Staatsphilharmonie in Halle/Saale, und später beim Orchester der Deutschen Oper am Rhein, Duisburg unter Vertrag.
Nikolaus Vulpe, stellvertretender Solobratscher bei den Bielefelder Philharmonikern, studierte in Clausenburg. Aus Kronstadt / Siebenbürgen stammend, spielte er zunächst im auch im Kronstädter Orchester, wechselte dann nach München, bevor er 1984 seine Stelle in Bielefeld antrat.
Imke Wilden ist seit 1996 Mitglied der Cellogruppe des Bielefelder Orchesters. Sie stammt aus Hamburg und studierte in Köln und London.
Allen Mitgliedern des Ensembles gemeinsam ist ihre Liebe zur Kammermusik, die sie seit einigen Jahren regelmäßig zusammenführt. Der Oboist Thomas Bogdan erweiterte bereits mehrfach als Gast das in dieser Besetzung etablierte Streichtrio zum Quartett. Die unterschiedlichen Temperamente und Ansichten der
einzelnen Musiker führen regelmäßig zu erfrischender Probenarbeit und daraus
resultierend lebendigen Konzerten!
Am Sonntag, 14. Oktober 2007, 17 Uhr war Bruder Andreas Warler zu Gast an der Klais Orgel: Orgelkonzert mit Bruder Andreas Warler - Organist an der Basilika Steinfeld - ![]() Dieterich Buxtehude (1637-1707) Praeludium, Fuge und Ciacona in C, BuxWV 137 Choralfantasie „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, BuxWV 223 Ciacona in e, BuxWV 160 Toccata in d, BuxWv 155 Johann Sebastian Bach (1685-1750) Allein Gott, in der Höh sei Ehr, BWV 662 Christian Friedrich Ruppe (1753-1826) Vier Fugen: G-Dur – F-Dur – B-Dur – C-Dur Johann Christian Heinrich Rinck (1770-1846) Sechs Variationen über ein Thema von Corelli, op. 56 Clemens Ingenhoven (1905-1982) Choral und Variationen über „Maria, dich lieben“ Andras Warler (*1965) Freie Improvisation Der rheinische Zungenschlag und sein direktes freundliches Wesen verraten rasch seine rheinische Herkunft: Bruder Andreas Warler ist Organist an der Basilika des Klosters Steinfeld. 1965 im ebenfalls in der Eifel gelegenen Baasem geboren studierte er Theologie in Passau und konnte somit der weltgrößten Domorgel nicht entgehen. 1989 begann er das Studium der Kirchenmusik. Seither ist er als Konzertorganist aktiv in Steinfeld und auf Reisen. Zahlreiche CD-Aufnahmen sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit dem WDR dokumentieren sein kreatives Schaffen. Bereits zum sechsten Mal ist er nun auf Einladung des Fördervereins zu Gast in Heilig Geist gewesen. Wiederum überzeugte er das bei bestem spätsommer Wetter in Heilig Geist eingekehrte Publikum von seinem Handwerk vor allem mit den Füßen (dazu gleich)! Sein historisch stilbewusstes Musizieren brachte den Klang zweier heute vielleicht am seltensten aufgeführten Orgelkomponisten zu Gehör: der Thüringer Kirchenkantoren und nachbach'schen Orgelvirtuosen Rinck und Ruppe. Verzückt vernahmen die Zuhörer danach die liebevollen Variationen über ein Marienlied des 1982 verstorbenen Düsseldorfer Maxkirchen Organisten Ingenhoven. Beeindruckend vor allem die mitunter rasante und nur mit dem Pedal ausgeführte Variation. Den Rahmen gab eingangs eine musikalische Retrospektive Buxtehudes, an den in seinem 100. Todesjahr besonders erinnert werden sollte. Hier war es vor allem sein Praeludium und Fuge, das gleich am Anfang eine ungewohnt mitreißende Vorstellung des alten Meisters vermittelte. Selten hört man Buxtehude so spontan wie in dieser quasi-improvisierten Eingebung. Das aber lag, wie sich zu Schluss des Programms zeigte, auch an der bereits bekannten und immer wieder bewunderten Improvisationsfähigkeit des Organisten. Andreas Warler entwarf mit geschickt gewählten thematischen Strichen eine rhapsodische Orgeldichtung von höchster Dynamik und sehr persönlichen choralartig gewirkten Teilen. Die musikalische Seele offenbarte sich beim Spielen. Das aufmerksame und höchst konzentrierte Publikum klatschte begeistert Applaus und forderte Zugabe, die gern gleich vierfach gewährt wurde. Ein Wiedersehen und -hören wird gewünscht! Bereits im August 2007... Das
vom Förderverein Kirchenmusik e.V. am vergangenen Sonntag, den
26.
August 2007 in unserer Pfarrkirche Heilig Geist präsentierte
Konzert...
can carmina meets classics
...
hat großen Anklang gefunden. Die trotz - endlich mal wieder!
-
sommerlichen Wetters und zahlreicher Wochenendattraktionen gut besetzte
Zuhörerschaft erlebte eine überraschende Premiere:
Die konzertierenden
Musiker waren überwiegend Mitglieder von can carmina, die an
Stelle des
neuen christlichen Liedguts mit ebenso souverän vorgetragenen
Interpretationen klassischer und barocker Kammermusik aufwarteten.
Nach der Begrüßung im Namen des Fördervereins Kirchenmusik e.V., in dessen Konzertreihe die Veranstaltung stattfand, und einführenden Worten in den außermusikalischen Zweck der Veranstaltung (s. u.) eröffnete einer der beiden Gastmusiker, Alexander Kowalak, das Konzert mit dem holländischen Altmeister der Blockflöten-Literatur Jacob van Eyck (1590 – 1657) und Variationen über "Onse Vader in Hemelryck" aus "Der Fluyten Lusthof". Mit einer gediegenen und
hohen Maßstäben gerecht werdenden Interpretation von
Johann
Sebastian Bachs (1685 – 1750) bekanntem Doppelkonzert
für zwei Violinen d-Moll BWV 1043, konnten die
Geschwister Thilo
S. Schacker, Violine, und Svenja
Siepmann, Klavier, an der Seite der erfahrenen Musikpädagogin Annette
Steinkühler, Violine, das Publikum sogleich davon
überzeugen, dass der
Sonntag Nachmittag genussvoll ausklingen würde. Die drei, alle
Kräfte
der Spieler abfordernden Sätze, erklangen mit erstaunlicher
Gelassenheit und Bravour, wie sie nur von Profis erwartet wird.
Mit Johann
Joachim Quantz' (1697 – 1773) Flötenkonzert
G-Dur
QV 5: 174 schlossen Julia
Hatwig, Flöte und Svenja
Siepmann, Klavier, an das hohe Niveau an. Die klare und saubere
Ansprache der jungen Musikstudentin und eine starke Atemtechnik
ließ
die anspruchsvollen Notenläufe lustvoll dahinperlen, als
wäre es ein
Kinderspiel - so sollte die Kunst am Hofe Friedrichs des
Großen sein:
schwerelos. A propos: Die
Schwerelosigkeit fand gleich anschließend beim Meister
Wolfgang
Amadeus Mozart (1756 – 1791) seinen Gipfel mit den bekannten 12 Variationen
über "Ah! Vous
dirai-je, Maman"
KV 265,
die Svenja Siepmann nach einer kurzen Pause vortrug, in der sie sich
die inzwischen warm gespielten Hände abkühlen musste.
Diese
Erleichterung für die Spielerin dürfte nur von kurzer
Dauer gewesen
sein. das Publikum hingegen schmolz dahin, angetan vom Mozartschen
"Leichtsinn". Mit Arthur Honeggers (1892 – 1955) "Danse de la chèvre" für Solo-Flöte brachte Alexander Kowalak die Zuhörer sodann in die Klangwelt der französischen Impressionisten des zwanzigsten Jahrhunderts: pentatonische Panflötenklänge intonierend hüpfte und wirbelte es bacchantisch und ungestüm durch den Kirchenraum und mancheiner empfand dabei tatsächlich so etwas, wie den strengen Geruch nach "Ziege".
Fritz
Kreislers (1875 – 1962) Praeludium
und Allegro (im
Stil von Gaëtano Pugniani) mit der überragend
souverän auftretenden und
agierenden Luise
Krawulski an der Violine und der unermüdlichen Svenja Siepmann
am
Klavier ließ das Publikum ganz zu Ende des Konzertes noch
einen
musikalischen Gipfel erhören. Das mädchenhaft
schüchterne
Understatement der jungen Geigerin wurde bereits nach den ersten langen
Bogenstrichen des Präludiums als Grandezza enttarnt und in der
Virtuosität des Allegro entpuppte sich Strich für
Strich ein ganz
großes Nachwuchstalent.
Großer
Applaus für alle Beteiligten, ein Ungarischer Tanz
vierhändig als
Zugabe von Siepmann/Hatwig am bescheidenen E-Piano mit
Konzertklangprozessor, Blumen und eine großzügige
Türkollekte zugunsten
des Projekts Sydney 2008 - can carmina möchte beim
Weltjugendtag
des Papstes in Australien im kommenden Jahr mit dabei sein - sowie der
vielfach ausgesprochene Wunsch, dieser Aufführung eine
Fortsetzung
folgen zu lassen, beschlossen den wunderbaren Musiknachmittag.
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