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Jesus rief damals seine Jünger, Jesus ruft auch heute: "Folge mir nach"Berufungskreis
Wunsch nach vertieftem geistlichem Austausch - Gespräch über die Bedeutung des Glaubens im eigenen Leben - Fragen um die Berufung zum Leben als Priester oder in Ordensgemeinschaften
Dies verbindet die Teilnehmer an den Treffen eines Berufungskreises
in Bielefeld. Jonas Klur, Priesteramtskandidat in Paderborn, Pfr. Jacobs und
Pastor Metten als Gemeindepriester und interessierte jüngere Männer treffen
sich im Abstand von ca. 6 Wochen zu Gespräch, Gebet und Austausch über die
Heilige Schrift und andere geistliche Texte. Wer daran teilnehmen möchte, ist
herzlich eingeladen.
Das nächste Treffen ist am Sonntag, 18. Dezember, um 19.00
Uhr im Pfarrhaus Heilig Geist, Spandauer Allee 48 in Bielefeld. Wir beginnen mit der Besinnung in der Kirche. Weitere Informationen gerne unter der Telefonnummer 0521-101643. Weihe zum Ständigen DiakonHerr Christopher McDonald, ständiger Diakon
Herr McDonald wurde 1954 in England geboren und ist seit 1986 verheiratet. Er absolvierte ein Maschinenbau- und Elektrotechnik-Studium, promovierte in Maschinenbau und ist als Inhaber eines Übersetzungsbüros selbständig. Wir freuen uns mit ihm und seiner Frau und wünschen ihm für sein Wirken Gottes reichen Segen. Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach entsprechender Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden. Ständige Diakone stehen in der Regel neben ihrem bürgerlichen Beruf im Seelsorgedienst. Aufgrund der Weihe zum Diakon spenden die Männer Taufen, assistieren bei kirchlichen Eheschließungen, leiten Beerdigungen und predigen in Gottesdiensten. Sie stehen zwar nicht der Eucharistiefeier vor und spenden nicht das Sakrament der Beichte, ihr Schwerpunkt soll statt dessen, soweit dies die Zeit mit ihrer Familie und im Beruf erlaubt, in der Sorge für Bedürftige, Kranke oder im Einsatz in anderen sozialen Feldern des kirchlichen Lebens liegen. Herr Berndt Rosenthal, ständiger Diakon
Ewige Profess von Annette Kaschner
Annette Kaschner ist jetzt Schwester
Anna Mirijam Vor einigen Jahren hat Annette Kaschner in unserer Gemeinde ihre Ausbildung zur Gemeindereferentin mit Ihrem Anerkennungsjahr abgeschlossen. Da sie erst kurz vor Beginn ihres Studiums konvertiert war, wurde in dieser Zeit unsere Pfarrei für sie eine zweite Heimatgemeinde. Als sie uns verließ, ging sie als Missionarin auf Zeit (MaZ) für ein Jahr nach Zimbabwe – davon hatte sie im Anschluss in unserer Gemeinde per Diavortrag berichtet. Zurückgekehrt trat sie in einen Orden ein. Vor einigen Monaten hat sie sich dort endgültig gebunden, die Ewige Profess abgelegt. Aus diesem Anlass hat unsere Gemeindebriefredaktion sie interviewt:
??? Hat die Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut Sie als MaZ geschickt / betreut? Ja, die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut betreuen – neben anderen missionarisch ausgerichteten Ordensgemeinschaften - das Projekt „Missionar/In auf Zeit“. Ich hatte bereits vor dem Einsatz in Afrika Kontakt zu den Missionsschwestern in Neuenbeken, der Gedanke an einen Ordenseintritt war über Jahre gereift. Der Einsatz in Afrika war jedoch wichtig für mich, weil ich dort etwas vom Missionsverständnis der Schwestern erleben konnte. Außerdem war es eine intensive Zeit des Mitlebens, Mitbetens und Mitarbeitens in einem Konvent der Schwestern. So kann ich sagen, dass die Zeit in Afrika den letzten Ausschlag für meine über Jahre gereifte Entscheidung gab. So bin ich dann am 01.06.97 in die Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Neuenbeken eingetreten. Nach vier Jahren habe ich am 01.07.2001 meine Erste Profess abgelegt.
??? Kann man diese vier Jahre mit dem Theologiestudium und der Ausbildung der Priesteramtskandidaten vergleichen? Nicht so ganz, denn die Jahre der Ordensausbildung beinhalten kein akademisches Studium, und ich hatte ja auch schon das Studium der Religionspädagogik absolviert. Sie sind dazu gedacht, dass Kandidatin und Ordensgemeinschaft einander kennen lernen und dass die Kandidatin allmählich in die Gemeinschaft und ihre Regel hineinwachsen kann. Die Ausbildung ist in verschiedene Stufen unterteilt. Die erste ist die sog. Kandidatur, in der man noch in einem sehr lockeren Verbund mit der Gemeinschaft lebt, z.B. sein eigenes Auto hat und auch teilweise außerhalb der Gemeinschaft leben kann. Danach folgt die Aufnahme ins Po-stulat (von lat. postulare = fordern). Es dauert ein Jahr und ist dazu gedacht, die Gemeinschaft nun mehr „von innen“ zu erleben. Auch die Schwestern können schauen, ob die Postulantin zu ihnen und ihrer Lebensform passt. Das Postulat dauert auch ca. 1 Jahr. Mit der Aufnahme ins Noviziat, dem nächsten Abschnitt, ist man nun offiziell ins Kloster eingetreten und erhält daher auch das Ordenskleid (schwarz) mit weißem Schleier, außerdem werden die Konstitutionen der Gemeinschaft (= die Regel) feierlich überreicht. Das Noviziat ist die intensivste Zeit der Ordensausbildung und dauert mindestens zwei Jahre, wobei das 1. Jahr das sog. „kanonische Jahr“ ist, in dem die Novizin nicht außerhalb des Klosters wohnen darf, an regelmäßigen Unterrichten (Kirchengeschichte, Liturgie, Ordens- und Kirchengeschichte, Ordensregel, usw.) teilnimmt und auch regelmäßige Begleitgespräche mit der Noviziatsleiterin führt. Das Noviziat ist die Zeit der intensivsten Prüfung, ob wirklich eine Berufung für diese Gemeinschaft vorhanden ist. Nach den zwei Noviziatsjahren kann die Novizin um Ablegung der Ersten Profess bitten. Die Schwestern der Gemeinschaft können eine Stellungnahme bei der Provinzoberin einreichen, die dann über die Zulassung entscheidet.
Ja, die drei Gelübde sind der eigentliche Kernpunkt jeder Profess. Außerdem erhält die Schwester den schwarzen Schleier. Nach der intensiven Zeit des Noviziates ist nun an der Zeit, zu prüfen, ob die Berufung auch im Alltag der Arbeit mit allen Belastungen und Schwierigkeiten gelebt werden kann. So bin ich dem Wunsch meiner Ordensgemeinschaft gefolgt und habe für zwei Jahre im Pastoralverbund Arnsberg Wedinghausen als Gemeindereferentin gearbeitet. Im Januar 2005 hat mich dann meine Provinzoberin gefragt, ob ich bereit wäre, nach Dänemark zu gehen. Dort sollte eine internationale Gemeinschaft mit Schwestern von verschiedenen Erdteilen gegründet werden. Nach einer Zeit des Abwägens und „In-mich-Gehens“ habe ich dann gesehen, dass keine wirklichen Gründe gegen diesen Einsatz sprechen und bin im März dieses Jahres nach Birkerød – ein nördlich gelegener Vorort von Kopenhagen – gezogen.
??? Und inzwischen kam der endgültige Schritt, bei dem ja auch wieder einige aus unserer Gemeinde zugegen waren. Am 30.06.06 habe ich meine Ewige Profess in Neuenbeken gefeiert, und somit mein endgültiges und lebenslängliches JA zu Gott und zu meiner Berufung gesagt. Als Zeichen bekam ich den silbernen Ring überreicht – einer der für mich wichtigsten und eindrücklichsten Momente in der Feier. Dazu sagte meine Provinzoberin: „Sr. Anna Mirijam, empfangen Sie den Ring. Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene besiegelt damit Seine Liebe zu Ihnen. Bewahren Sie IHM in Seiner Kraft die gelobte Treue. (…). Liebe Sr. Anna Mirijam. Wir haben Sie für immer in unsere Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut aufgenommen, in der wir alles miteinander teilen. Erfüllen Sie mit uns in Treue den Auftrag, den die Kirche uns gegeben hat.“
??? Was ist Ihre Aufgabe und Tätigkeit in Dänemark? Hier in Dänemark habe ich zunächst die Sprachschule besucht. Sie war sehr intensiv und jetzt bin ich seit dem 03.10.06 am Pastoralzentrum in Kopenhagen mit 2 Tagen in der Woche als Mitarbeiterin beschäftigt. Das Pastoralzentrum organisiert fast alles, was mit Katechese zu tun hat: Materialien, Katechetenkurse, Kinder- und Jugendarbeit im Bistum Kopenhagen (ganz Dänemark besteht ja nur aus einem einzigen Bistum). Mein Schwerpunktgebiet ist das Erwachsenenkatechumenat, das in verschiedenen Gemeinden eingerichtet werden soll. Es steigen die Zahlen der Konvertiten hier im Norden, so dass es eine pastorale Aufgabe ist, diese Menschen angemessen und gut in die kath. Kirche einzuführen. Außerdem habe ich auch eine „Klasse“ Religionsunterricht für Kinder übernommen. Der findet hier nicht in den Schulen statt. Denn Dänemark hat eine evangelisch-luth. Staatskirche, die sog. Folkekirke. Darum kommen die Kinder zum katholischen Religionsunterricht nachmittags in die Gemeinde. Ich habe zur Zeit im wöchentlichen Unterricht 8 Kinder im Alter von 7 – 8 Jahren.
??? Gibt es noch andere Aktivitäten? Wir leben hier auf einem alten Gutshof – wer ihn einmal bestaunen will, kann das gern im Internet tun (http://home.deds.nl/~cps/dyrebareblod/bkr/birkerod.html). Hier gibt es noch ein Altenheim, in dem zwei unserer Schwestern arbeiten, und einen Kindergarten. - Weiterhin sind wir dabei, hier in Birkerød eine internationale Gemeinschaft aufzubauen. Bisher waren hier 6 Schwestern aus Österreich. Außer mir sind inzwischen noch zwei Schwestern aus Afrika (Tanzania und Zimbabwe) hier angekommen – und wir warten noch auf eine Schwester aus Korea. Somit sind wir insgesamt 9 Schwestern aus 5 verschiedenen Nationen (Österreich, Deutschland, Zimbabwe, Tansania und Korea).
Grundsätzlich gefällt es mir hier in Dänemark sehr gut. Das hat zunächst aber nichts mit den Konfessionen zu tun, sondern mit der wunderschönen Natur. Das ganze Land besteht ja aus mehr als 400 Inseln, von denen allerdings nur 100 bewohnt sind. Man trifft auf Wanderungen immer wieder auf kleine Seen und Tümpel – wir haben selbst hinter unserem Haus einen See. Außerdem gibt es mehr als 7000 km Küste – so dass ein Spaziergang am Meer gut zu machen ist. Ansonsten spüre ich natürlich die Diasporasituation sehr deutlich. Was mir am meisten fehlt, ist eine schön gestaltete und feierliche Liturgie. Werktags kommt fast niemand zur Kirche, sonntags sind wir ca. 30 Leute. Da ist es fast unmöglich, z.B. einen Kirchenchor o.ä. auf die Beine zu stellen, zumal die Wege zur Kirche einfach zu weit sind, um sich mal eben für 1-2 Stunden zu treffen. Dänemark ist ein sehr tolerantes Land. Ich kann hier ohne Probleme im Ordenskleid durch Kopenhagen gehen – und brauche keine Sorge zu haben, mit schiefen Blicken oder hässlichen Kommentaren bedacht zu werden. Wenn ich mit dem Zug nach Deutschland fahre und in Hamburg umsteigen muss, spüre ich dagegen sehr deutlich, dass ich wieder in Deutschland bin (leider!). Zur Zeit besteht hier im Land ein etwas gespanntes Verhältnis zu den Muslimen. Sie haben ja sicher alle von dem sog. Karikaturenstreit gehört, der von diesem kleinen Land seinen Ausgang nahm und die halbe Welt erschüttert hat. Das hat natürlich Spuren hinterlassen – und jeden Tag finden sich Äußerungen, Kommentare in den Zeitungen. Grundsätzlich gefällt es mir hier in Dänemark sehr gut. Ich erinnere mich gern an die schöne Zeit
in der Dornberger Heilig Geist Gemeinde und grüße sie ganz herzlich! „Farvel! På gensyn! Vis es!“ Ihre Schwester Anna Mirijam CPS
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