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Früherer Paderborner Weihbischof Dr. Reinhard Marx zum Kardinal ernannt.

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Kardinalspurpur für Erzbischof Marx


Papst Benedikt XVI. beruft ehemaligen Paderborner Weihbischof ins Kardinalskollegium


Rom / München / Paderborn (pdp). Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch Erzbischof Dr. Reinhard Marx (57), den früheren Paderborner Weihbischof und jetzigen Erzbischof von München und Freising, zusammen mit weiteren Personen zum Kardinal ernannt. Die Feierlichkeiten zur Kardinalerhebung finden in Rom am 20. November 2010 statt. Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt werden an den Feierlichkeiten teilnehmen.


In einer ersten Reaktion gratulierte Erzbischof Hans-Josef Becker dem neu ernannten Kardinal. Seine Berufung sei auch eine große Freude für das Erzbistum Paderborn, aus dem er stamme. „Ich kenne Erzbischof Reinhard Marx bereits seit den gemeinsamen Studienjahren in Paderborn und schätze ihn wegen seiner tief gläubigen und zugleich weltoffenen, diskussionsfreudigen und umgänglichen Art“, sagte er. Marx habe seine westfälischen Wurzeln nie verleugnet.

Zum Kardianal ernannter Erzbischof Renhard Marx - Foto-Quelle: Erzbistum München und Freising
Zum Kardinal ernannter Erzbischof Renhard Marx
Foto-Quelle: Erzbistum München und Freising

Für das Erzbistum Paderborn ist es die fünfte Kardinalsernennung in nur fünf Jahrzehnten. Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger wurde 1965 zum Kardinal erhoben. Der erste Bischof des Bistums Essen, Dr. Franz Hengsbach, der von 1953 bis 1957 Weihbischof im Erzbistums Paderborn war, wurde 1988 ins Kardinalskollegium berufen. Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt erhielt seine Berufung in das Kardinalskollegium am 28. Januar 2001. Im Jahr 2007 folgte die Ernennung von Erzbischof Dr. Paul Josef Cordes, langjähriger Präsident des päpstlichen Rates „Cor unum“, dessen altersbedingten Amtsverzicht Papst Benedikt XVI. vor wenigen Tagen angenommen hatte.

Erzbischof Reinhard Marx wurde 1953 in Geseke geboren. Dort legte er 1972 sein Abitur ab. Anschließend studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn und Paris. Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt weihte ihn 1979 in Paderborn zum Priester. Nach einer zweijährigen Vikarszeit in Bad Arolsen wurde Marx Geistlicher Rektor des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn, der Kommende in Dortmund. Von 1981 bis 1989 studierte Marx in Münster und Bochum. Mit der Dissertation „Ist Kirche anders? Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen Betrachtungsweise“ promovierte sich Marx zum Doktor der Theologie. 1989 wurde er durch Erzbischof Degenhardt zum Direktor der Kommende in Dortmund bestimmt. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1993 zum Päpstlichen Ehrenkaplan. 1996 wurde er Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät in Paderborn.
Papst Johannes Paul II. ernannte Reinhard Marx am 23. Juli 1996 zum Titularbischof von Petina und Weihbischof in Paderborn. Am 21. September 1996 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn durch Erzbischof Degenhardt zum Bischof geweiht. 1997 ernannte ihn der Paderborner Erzbischof zum Bischofsvikar für Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. 1999 wurde Bischof Marx Vorsitzender von Justitia et Pax, einer von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken gemeinsam getragenen Kommission. Erzbischof Degenhardt berief Weihbischof Marx 2001 zum residierenden Domkapitular. Am 20. Dezember 2001 ernannte Papst Johannes Paul II. Weihbischof Dr. Reinhard Marx zum 102. Bischof von Trier. Am Ostermontag, 1. April 2002, wurde er im Trierer Dom in sein Amt eingeführt. Im November 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von München und Freising. Im Februar 2008 wurde er in dieses Amt eingeführt.
In der Deutschen Bischofskonferenz gehört Erzbischof Marx als stellvertretender Vorsitzender der weltkirchlichen Kommission an und ist Vorsitzender der Kommission VI für gesellschaftliche und soziale Fragen. (pdp-n-20.10.2010)


Gratulation des Erzbischofs von Paderborn zur Kardinalsernennung von Erzbischof Marx


„Herzlich gratuliere ich Erzbischof Dr. Reinhard Marx zur Berufung in das Kardinalskollegium. Es ist zunächst ein Zeichen der Wertschätzung der Erzdiözese München und Freising, deren Erzbischof (wie seinerzeit Kardinal Joseph Ratzinger selbst) seit altersher die Kardinalswürde erhält. Darüber hinaus ist diese Ernennung ein Ausdruck der Anerkennung des Wirkens von Erzbischof Marx sowohl in seinem Erzbistum als auch in der Leitung der Bayerischen Bischofskonferenz sowie auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz. Auf allen Ebenen seines Wirkens bringt er die Grundwerte der Katholischen Soziallehre deutlich zur Sprache und führt sie offensiv in die gesellschaftlichen Debatten unseres Landes ein.

Natürlich ist seine Berufung ins Kardinalskollegium auch eine besondere Freude für das Erzbistum Paderborn, aus dem er stammt. Ich kenne Erzbischof Reinhard Marx bereits seit den gemeinsamen Studienjahren in Paderborn und schätze ihn wegen seiner tief gläubigen und zugleich weltoffenen, diskussionsfreudigen und umgänglichen Art. Er hat seine westfälischen Wurzeln nie verleugnet.

Möge er in Gottes Weinberg jetzt auch als Kardinal mit seiner Gläubigkeit, seiner Lebensfreude und -energie fruchtbare Arbeit leisten, um so die Menschen hierzulande für den christlichen Glauben zu gewinnen und zu begeistern!“

Erzbischof Hans-Josef Becker, Paderborn

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